Gründungsgeschichten aus der Region: Mama Ullis

Mama Ullis verbindet Gastronomie und Inklusion unter einem Dach

Ein Café oder Restaurant zu eröffnen, ist für viele Gründerinnen und Gründer eine große Herausforderung. Carolin Stark-Bätz hatte darüber hinaus ein weiteres Ziel: Sie wollte einen Ort schaffen, an dem Menschen mit und ohne Behinderung selbstverständlich zusammenarbeiten.

Mit der Mama Ullis GmbH hat sie Anfang 2026 in Bad Rodach ein Inklusionsunternehmen gegründet, in dem rund 40 Prozent der Mitarbeitenden eine Schwerbehinderung haben. Damit schafft sie Arbeitsplätze für Menschen, die auf dem ersten Arbeitsmarkt oft nur schwer eine Chance erhalten.

 

Kurzprofil

Carolin Stark-Bätz
Mama Ullis GmbH
Gründung: 2026
Standort: Bad Rodach
Branche: Gastronomie / Inklusionsunternehmen

 

Eine Gründung mit gesellschaftlichem Anspruch

Die Entscheidung für die Selbstständigkeit war für Carolin Stark-Bätz weit mehr als eine berufliche Veränderung. Sie entstand aus einer persönlichen Erfahrung.

Ein Todesfall in der Familie machte ihr bewusst, wie wertvoll die eigene Lebenszeit ist – und dass der richtige Zeitpunkt, eigene Ideen umzusetzen, oft genau jetzt ist.

Ich habe gelernt, dass man nur ein Leben hat und daraus das Beste machen muss.

Mit dieser Überzeugung entstand der Wunsch, ein Unternehmen aufzubauen, das wirtschaftlichen Erfolg und gesellschaftliche Verantwortung miteinander verbindet.

 

 

 

 

 

 

 

 

Inklusion im Alltag leben

Mama Ullis ist mehr als ein Gastronomiebetrieb. Das Unternehmen verfolgt das Ziel, Menschen mit Schwerbehinderung dauerhaft berufliche Perspektiven zu eröffnen und Inklusion im Alltag sichtbar zu machen.

Rund 40 Prozent der Mitarbeitenden haben eine anerkannte Schwerbehinderung und finden hier einen Arbeitsplatz, der ihren Fähigkeiten und Bedürfnissen gerecht wird.

Für Carolin Stark-Bätz ist das eine Herzensangelegenheit.

Ich möchte zeigen, dass Inklusion in unserer Gesellschaft noch viel zu wenig gelebt wird – und dass jeder seinen Teil dazu beitragen kann.

 

Lernen als Quereinsteigerin

Die Gastronomie war für die Gründerin Neuland. Umso spannender war es für sie, die vielen Abläufe hinter den Kulissen kennenzulernen.

Gleichzeitig wurde ihr in der Gründungsphase bewusst, wie viele rechtliche und bürokratische Anforderungen mit einer Unternehmensgründung verbunden sind.

Ich bin sehr unbedarft an den Prozess herangegangen und hatte viele Vorgaben überhaupt nicht auf dem Schirm.

Trotzdem blickt sie heute positiv auf diese Zeit zurück. Jeder neue Schritt habe ihr gezeigt, wie viel sich lernen und gestalten lässt.

 

Erfolg zeigt sich nicht nur in Zahlen

Gerade in den ersten Monaten einer Gründung gibt es immer wieder Herausforderungen. Was Carolin Stark-Bätz in solchen Momenten motiviert, ist der Blick auf das bereits Erreichte.

Egal, ob es gut oder schlecht läuft – das Projekt ist jetzt schon ein Erfolg.

Für sie bedeutet Erfolg nicht ausschließlich wirtschaftliches Wachstum, sondern vor allem die Möglichkeit, einen gesellschaftlichen Beitrag zu leisten und Menschen neue Chancen zu eröffnen.

 

 

 

 

 

 

 

 

Warum das Coburger Land?

Die Region Coburg ist für Carolin Stark-Bätz Heimat. Gleichzeitig sieht sie hier einen besonderen Bedarf.

Ein Inklusionsunternehmen dieser Art habe bislang gefehlt – genau deshalb war für sie schnell klar, dass sie ihre Idee hier verwirklichen möchte.

Die enge Verbundenheit mit der Region war somit ebenso wichtig wie der Wunsch, vor Ort etwas zu bewegen.

 

Blick nach vorne

Für die kommenden Jahre hat Carolin Stark-Bätz ein klares Ziel: Mama Ullis soll sich als Inklusionsunternehmen in der Region etablieren und zeigen, dass wirtschaftlicher Erfolg und gesellschaftliche Verantwortung Hand in Hand gehen können.

Dabei geht es ihr vor allem darum, langfristig Perspektiven zu schaffen – für ihre Mitarbeitenden ebenso wie für das Thema Inklusion insgesamt.

 

Persönliche Perspektive

Unternehmertum bedeutet für mich:

Großen Mut – und den Respekt vor allen, die den Schritt in die Selbstständigkeit wagen.

Die Region Coburg ist für mich:

Heimat.

Erfolg heißt für mich:

Etwas aufzubauen, auf das man wirklich stolz sein kann.

 

mama-ullis.cafe

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Fotos: Mama Ullis/Claudio Büttner